Nachdem Rosi mehrfach angetäuscht hatte, einmal brachen wir sogar eine Einladung zum Essen ab und fuhren zügig nach Hause, wurde es am 02. Januar abends endlich ernst. Nach einer von mir komplett durchwachten Nacht, in der Rosi sich immer wieder längere Schlafpausen gönnte, erblickte ein rotes  Mädchen am nächsten Vormittag das Licht der Welt. Ihr Vater ist Allright Red Raven.

Rosi übernahm sofort sehr souverän ihre Mutterpflichten. Bisher musste ich mich noch gar nicht um den kleinen Spatz kümmern. Die ersten zwei Wochen wollte Rosi sich gar nicht von ihrem Baby trennen. Nur mit Hilfe der Leine war es möglich, sie zu ganz kurzen Gängen  in den Garten zu bewegen, damit sie das "Nötige" erledigte. Versuchte ich es ohne Leine, rannte sie sofort zurück und scharrte an der Tür. Seit ein paar Tagen läuft sie wieder für wenige Minuten mit dem Rest des  Rudels im Garten. Gestern konnte ich sie endlich wieder zu einem längeren Spaziergang animieren.

Die Kleine entwickelt sich prima. Inzwischen hat sie die Augen geöffnet und versucht schon, auf die Beine zu kommen. Aber das gelingt dem sehr gut genährten Einzelkind wirklich nur ansatzweise.

(22.01.2017)

 

Inzwischen hat die kleine Maus einen Namen bekommen. Jule heißt sie nun. Um den "Geschwistermangel" wenigstens ein bisschen auszugleichen, verbringt sie ihre Wachzeiten seit zwei Wochen kaum noch im Welpengehege. Entweder folgt sie den anderen Hunden oder mir. Falls sie doch einmal im Haus oder in unserem großen Garten den Anschluss verpasst hat und sich verlassen fühlt, jammert sie. Wenn ich sie dann rufe, kommt sie sofort angeflitzt. Ihre "Geschäfte" erledigt sie schon überwiegend im Garten. Es ist bedeutend einfacher, einem einzelnen Hundekind klar zu machen, dass es nicht ins Haus machen soll, als einem Geschwistertrupp.  Im Bereich "Stubenreinheit" und "Rückruf" ist sie also recht  "weit für ihr Alter". Schade ist, dass sie keine kleinen Spielgefährten hat, die ihr vermitteln, dass sie nicht beißen darf. Die Beißhemmung erwerben Welpen im Spiel mit ihren Geschwistern nach dem Motto "Wenn du mich zu heftig beißt, beiße ich sofort kräftig zurück".  Wir Menschen müssen Jule also vermitteln, dass vorsichtiges Knabbern z.B. an unseren Fingern noch erlaubt, aber ein kräftiger Einsatz ihrer spitzen Milchzähne unerwünscht ist ... und unangenehme Konsequenzen für sie hat. Wir quieken dann schrill auf und beenden für einen Moment das Spiel. Ich plane aber, sie früher als meine vorherigen Welpen impfen zu lassen. Dann kann ich mit ihr demnächst zu Welpenspielstunden gehen.

(19.02.2017)

(05.03.2017)