Karamell hat es sehr spannend gemacht. Drei Wochen nach dem Decktermin meinte die Tierärztin, nachdem sie den Bauch befühlt hatte, die Dame sei trächtig. Eine Woche danach wurde Karamell "zur Sicherheit" doch noch geschallt und ... NICHTS war zu sehen. Also doch nicht trächtig. SCHADE !!!

Zeitlich nun nicht mehr gebunden, planten wir eine Wohnmobiltour durch die Bretagne.

Leere Strände ... ein Traum besonders für die Hunde. Möwenjagen machte ihnen ganz viel Spaß! Aber bald fiel mir auf, dass Karamell mit dem Rest des Rudels beim Rennen nicht mehr mithalten konnte.

 

 

Und auch sonst veränderte sie sich. Irgendwie machte sie einen trächtigen Eindrück. Mein Mann meinte zwar, mein Wuschdenken würde mir einen Streich spielen. Aber als der errechnete Wurftermin immer näher rückte, habe ich entschieden: Wir brechen den Urlaub ab.

Und es war auch gut so. Wenige Tage später war es dann so weit. Karamell begann, sich im Garten unter einem Strauch eine Wurfhöhle zurechtzumachen. Ich habe mich dann mit ihr ins Schlafzimmer zurückgezogen. Zuerst schien sie die Wurfkiste als möglichen Geburtsort zu akzeptieren, aber so ganz entsprach er wohl nicht ihren Vorstellungen. Immer wieder wollte sie in den Garten, um dort in ihre Wurfhöhle zu verschwinden. Ohne Leine ging nachher gar nichts mehr. So verbrachten wir dann den Nachmittag, den Abend ... und die Nacht: Karamell hechelte, scharrte, schlief und wollte immer wieder nach draußen. Und ich las, döste und musste immer mal wieder mit ihr ins Freie. Gegen sieben Uhr morgens konnte ich Karamell endlich davon überzeugen, dass der von mir geplante Geburtsort doch geeignet ist. Nach wenigen Presswehen zeigte sich ein rotes Mädchen. Zwanzig Minuten später folgte ein zweites. Beide machten sich sofort auf den Weg zu den Zitzen.

 

 

Karamell ist wieder eine tolle Mutter. Die Kleinen nahmen von Anfang an gut zu.

 

 

(22.09.2018)

 

Schon am siebten Tag hatte der erste Welpe sein Geburtsgewicht verdoppelt. Das Geschwisterchen folgte am nächsten Tag. Noch ist das Leben der Zwerge wenig abwechslungsreich.

 

Entweder trinken die Welpen. Und falls Mama meint, dass es wieder nötig ist ...

 

 

... werden sie von ihr gründlich geputzt, was nicht immer auf Zustimmung der Kleinen stößt ...

 

 

... aber wenn sie danach wieder trinken dürfen, schlafen sie ganz schnell ein.

 

 

Mich wundert es immer wieder, wie der Schlaf die Kleinen innerhalb von Sekunden übermannt.

 

(26.09.2018)

 

So, nun gibt es die ersten Portraitsfotos der beiden Damen. Aber die beiden wollten nicht so, wie es der Fotograf und ich wollten. Die kuschelige Fellunterlage war wohl sehr einladend. Schon nach kürzester Zeit fielen den Kleinen die Augen zu.

 

(10.10.2018)

 

Die Zeit rennt wieder. Die Kleinen sind inzwischen ins Wohnzimmer in einen großen Auslauf umgezogen. Sie sind nun schon fix unterwegs und kommen sofort angelaufen, wenn ich in die Nähe komme ... es könnte ja leckeren Ziegenmilchbrei, fein gewolftes Fleisch oder sogar Pansen geben. Inzwischen sind die Milchzähne durch und sie erkunden fleißig, was sich damit alles anstellen lässt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann muss ich den Weidenkorb durch einen Plastikkorb ersetzen. Beim Fototermin war der Korb zuerst noch hilfreich, um den Bewegungsdrang der Zwerge etwas einzuschränken.

 

Aber schon nach kurzer Zeit hatten die beiden den Dreh heraus und flüchteten vor dem Fotografen.

 

 

Inzwischen haben die Welpen Namen erhalten. Da sie sich bis zu unserem Urlaub in der Bretagne versteckt hatten, habe ich dieses Mal keltische Namen gewählt. Die im Moment etwas dunklere und kräftigere Hündin heißt nun Nia (die Fröhliche), die andere Nara (die Glückliche). Ich hoffe, dass sie sich in ihren zukünftigen Familien zu fröhlichen, glücklichen Hunden entwickeln werden. Nia, die den Rufnamen Frieda erhalten hat, hat vor wenigen Tage ihre Familie schon kennengelernt. Nara (nun Polly) bekommt demnächst auch Besuch.

(23.10.2018)

 

Da das Wetter in diesem Herbst so mild ist,  nehme ich Polly und Frieda häufig mit, wenn ich im Garten arbeite. Die beiden lieben es, sich durch das Laub zu wühlen. Manchmal kommen mir Zweifel, ob ich wirklich Norfolk Terrier züchte ... oder ob es sich um kleine Wühlschweine handelt. Zusammen mit ihnen habe ich über vierhundert Zwiebeln gesetzt, fast alle Stauden abgeschnitten, Büsche gestutzt und Laub gesammelt ... zu dritt geht es nicht ganz so schnell ... aber es macht den Kleinen viel Spaß. Die Zwerge erkunden alles ganz mutig. Sie beobachteten ganz aus der Nähe, wie mein Mann mit dem Laubbläser arbeitete. Später, als das komische Ding leise war, nutzten sie es als Klettergerüst.

Seit ein paar Tagen schauen wir uns auch die Welt außerhalb des Gartens an. Das Laufen an der Leine klappt schon recht gut. Nächste Woche können wir mit dem "Stadttraining" beginnen. Dann werden sie zum ersten Mal mit dem Auto fahren und auch Autos in Bewegung sehen ... vor unserem Haus fährt ja höchstens Mal ein Trecker.

(16.11.2018)

 

 

(18.11.2018)

 

Nun ist es mit Macht kalt geworden. Da ich die erste Fahrt in die Stadt nicht länger herauszögern wollte, sind wir zu einer Zoohandlung gefahren. Zuerst haben die Welpen den Parkplatz und die anliegende Straße erkundet. Die Autos und Fahrräder waren kein Problem für sie. Doof war nur der eisige Wind. Als sie zu frösteln begannen, sind wir in das Geschäft gegangen. Was für eine Aufregung! Anschließend sind wir den kurzen Weg zum Laden einer Freundin gelaufen, die ihre Hunde mit zur Arbeit nimmt. Sunny (ein Norfolk Terrier) und Leni (ein Dackel) haben sie freundlich im Büro begrüßt. Und auch Polly und Frieda haben sich von ihrer besten Seite gezeigt ... sogar der Fußboden blieb sauber. Nachdem sie alles erkundet hatten, kuschelten sie sich auf dem Schoß ein. Ich habe die müden Zwerge zum Auto getragen. Den gesamten Rückweg haben sie verschlafen.

(22.11.2018)