Nach einer langen durchwachten Nacht brachte Jule in den frühen Morgenstunden des 05.06.2019 ohne Probleme zuerst zwei kräftige, rote Rüden (214 g und 191 g) und nach einer kurzen Pause zwei rote (182 g und 147 g) Mädchen zur Welt. Der Vater der Welpen ist Allright Wild At Heart (Willie). Da ich damit gerechnet hatte, dass die Trächtigkeit noch ein paar Tage länger dauern würde, bin ich mit den Geburtsgewichten sehr zufrieden.

Direkt nach der Geburt "räumte" Jule erst einmal auf.

 

 

Jule hatte sofort Milch und umsorgt ihre Kleinen sehr souverän, obwohl es ihr erster Wurf ist.

 

 

(06.06.2019)

 

Entweder saugen die Welpen oder sie schlafen. Nur wenn ihre Mama nicht bei ihnen ist, weil sie kurze "Babypausen" im Garten macht, robben sie herum und suchen sie.

 

 

 

Die Zwerge nehmen gut zu und sind nun schon größer als ihr Plüschfreund.

 

(10.06 2019)

 

Inzwischen sind die Schlafphasen der Welpen länger geworden. Nachdem sich Jule die ersten Tage kaum von ihren Kleinen trennen mochte, verlässt sie nun gerne, wenn die Welpen satt und zufrieden schlafen, für eine Weile die Wurfkiste. Sie stromert dann  mit dem Rest des Rudels durch den Garten. Aber nach einer Weile kommt sie zu uns und zeigt deutlich, dass sie wieder zu den Zwergen möchte. Die Kleinen nehmen sehr gut zu. Einer der Rüden wird schon morgen sein Gewicht verdoppelt haben. Die anderen werden es aber auch in den nächsten Tagen schaffen.

(12.06.2019)

 

Endlich haben die Welpen heute - im wahrsten Sinne des Wortes - das Licht der Welt erblickt. Die Jungen haben ihre Augen schon ganz geöffnet. Die Mädchen blinzeln noch etwas. Eigentlich wollte ich heute jeden Welpen mit einem Portraitfoto vorstellen. Aber die Kleinen zeigten sich überhaupt nicht kooperativ. Sie blieben nie lange genug in der Position liegen, in die ich sie auf einem Kissen gebracht hatte. Am Ende hatte ich viele Fotos ... Welpen in den unmöglichsten Lagen, Welpen verwackelt, halbe Welpen ... aber keine Welpen, die "vernünftig" in die Kamera schauen.  Ich werde es demnächst mit einer Hilfsperson erneut versuchen.

Jule macht ihre Sache weiterhin sehr gut. Routiniert säugt sie die Bande inzwischen stehend. So können alle Welpen am einfachsten gemeinsam trinken. Da Jule die Zeiten, die sie in der Wurfkiste verbringt, schon sehr verkürzt hat - meist liegt sie in einem Körbchen daneben - müssen sich die Kleinen sputen, sobald die Mama auftaucht. Es kann schon einmal passieren, dass Jule aus der Kiste hüpft, obwohl ein Welpe noch nicht ganz fertig ist, weil er doch etwas getrödelt hat. Die Erziehung hat begonnen! Immer wieder ist auch zu beobachten, dass sich die Kleinen nicht so gründlich putzen lassen wollen, wie es Jule gerne hätte. Aber dann wird die Mama streng und stupst sie ruckzuck in die Rückenlage. Seit drei Tagen nehme ich Jule wieder beim Spaziergehen mit. Sie genießt es, tollt aber noch nicht wieder so ausgelassen mit den anderen herum wie vor der Trächtigkeit.

(18.06.2019)

 

Hier nun endlich die angekündigten Portraitfotos.

Die letzten beiden Wochen waren ziemlich anstrengend. Auf einem Spaziergang fiel mir auf, dass Jule mit einem Augen vermehrt blinzelte. Abends wirkte das Auge etwas gerötet. Am nächsten Morgen verabredete ich für den Nachmittag einen Termin bei meiner Tierärztin. Mittags fiel mir dann auf, dass das Auge begann, trüb zu werden. Nach Absprache mit meiner Tierärztin rief ich sofort in der Tierklinik an und hatte Glück. Die Spezialistin für Augenheilkunde war noch im Hause. Ich sollte sofort Julchen und die Welpen einpacken und kommen. Die Fahrt nach Bramsche war etwas stressig. Es war ein heißer, sonniger Tag und den Zwergen gefiel es im Wäschekorb nicht so richtig. Es war ihnen zu warm, aber ich traute mich nicht, die Klimaanlage zu sehr zu bemühen. Und es war ihnen zu hell für die noch ungeübten Äuglein. Eigentlich wollte ich sie unter einem Handtuch vor Luftzug und Helligkeit geschützt transportieren. Aber das gefiel Jule nicht. Als die Welpen dann auch noch begannen, quakig zu werden, bestand die Mama sogar darauf, mit im Wäschekorb zu sitzen ... was die Sache nicht gerade vereinfachte. Nach einstündiger Fahrt mussten wir noch kurz auf die Ärztin warten. Zum Glück säugte Julchen in der Zeit die Zwerge. Danach schliefen sie ein ... und wurden erst wach, als wir wieder zu Hause waren.

Die Ärztin führte eine sehr gründliche Augenuntersuchung durch, die Jule tapfer ertrug. Sie diagnostizierte eine Augenentzündung, wahrscheinlich durch eine Verletzung durch einen Splitter verursacht. Zum Glück befand sich dieser aber nicht mehr im Auge und die Hornhaut war schon wieder heil. Mit Augentropfen, Schmerzmittel und Antibiotikum versorgt verließen wir die Klinik. Leider hat Jule die Medikamente nicht gut vertragen. Sie fraß eine längere Zeit recht schlecht, übergab sich oft, nahm ab, wurde unruhig, säugte die Kleinen nicht sehr ausdauernd. Ich half Jule, indem ich begann, zuerst mit Ziegenmilchbrei und dann mit Rinderhackfleisch zuzufüttern. Zum Glück nahmen die Welpen weiterhin gut zu. Ein weiterer Klinikbesuch, ein Besuch beim Tierarzt und eine veränderte Medikamentengabe waren notwendig, bis es für Julchen wieder aufwärts ging.

Inzwischen haben die Welpen sich tüchtig verändert. Sie laufen munter durchs Welpenzimmer, balgen immer heftiger herum, bekommen die ersten Zähnchen und benuckeln und benagen alles, was ihnen ins Mäulchen kommt.  Die Wachzeiten werden schon länger, aber viel Zeit verschlafen die Zwerge noch.

Alle haben nun ihre zukünftigen Familien kennengelernt. Und sie haben ihre Rufnamen bekommen. Das zierlichere Mädchen heißt Julie und ihre Schwester Emmi. Der kräftige Junge wurde Moritz genannt und sein Bruder Hazel.

(04.07.2019)

 

Das Kleeblatt hat sich sehr gut entwickelt. Sie bekommen vier Mahlzeiten am Tag, einmal eine Barf-Mahlzeit, die aus rohem Fleisch oder Fisch vermengt mit Früchten, Gemüse und Öl besteht, ansonsten gibt es Trockenfutter. Die Tage verbringen sie entweder in ihrem Auslauf im Garten oder unter Aufsicht frei auf unserem großen Gelände mit den übrigen Hunden. Die Nächte verbringen sie nun ohne ihre Mama. Inzwischen wissen sie schon sehr gut, wie sie sich den erwachsenen Hunden gegenüber verhalten müssen, damit sie von ihnen nicht gemaßregelt werden. Untereinander spielen sie manchmal noch etwas grob. Da quiekt immer einmal wieder ein Welpe gellend, wenn ein Geschwisterkind mit den spitzen Milchzähnen zu heftig zugepackt hat. Die Welpen sind nun schon älter als acht Wochen, dürften daher schon abgegeben werden. Ich halte das aber für viel zu früh. Zusammen mit den Geschwistern erkunden sie neugierig und mutig die Welt. Sie schlafen meist noch dicht aneinandergekuschelt. Wenn ich mit einem einzelnen Welpen z.B. das Laufen an der Leine übe, zeigen sie sich doch etwas unsicherer als in der Gruppe, aber manchmal müssen Einzellektionen sein.

 

(06.08.2019)